Der große Gas-Check: So heizen Sie günstig und sicher

Gerade beim Gaspreis schlagen die Wellen oft hoch. Wer hier untätig bleibt und im Grundversorgungstarif verharrt, verschenkt oft viel Geld. Doch Vorsicht: Ein günstiger Arbeitspreis allein macht noch keinen perfekten Tarif aus. Damit Sie auf tarifeluchs.de sicher die richtige Entscheidung für Ihr warmes Zuhause treffen, haben wir die 6 entscheidenden Faktoren für den Gasvergleich zusammengefasst.

1. Verbrauch: Kubikmeter (m³) oder Kilowattstunden (kWh)?

Hier entsteht oft die erste Verwirrung: Ihr Gaszähler im Keller misst meist Kubikmeter (), aber die Abrechnung und der Vergleichsrechner verlangen Kilowattstunden (kWh).

  • Die Faustformel: Rechnen Sie Ihren Zählerstand in einfach mal 10. (Beispiel: 1.500 m³ = 15.000 kWh).

  • Noch einfacher: Schauen Sie auf Ihre letzte Jahresabrechnung oder schätzen Sie anhand Ihrer Wohnfläche.

Spartipp von Tarifeluchs: Für eine solide Schätzung im Rechner gilt oft: Wohnfläche (m²) x 160 = Jahresverbrauch in kWh. (Bei gut gedämmten Neubauten eher x 100).

2. Vertragslaufzeit: Flexibilität ist Trumpf

Der Gasmarkt reagiert stark auf politische und globale Ereignisse. Sich für 24 Monate fest zu binden, kann ein Risiko sein, wenn die Preise wieder fallen.

  • Die Empfehlung: Wählen Sie eine Laufzeit von maximal 12 Monaten. So sichern Sie sich den Preis für den kommenden Winter, bleiben aber flexibel.

  • Unser Service für Sie: Damit Sie nach dem Ablauf der Preisbindung nicht in teure Tarife rutschen, können Sie bei uns den kostenlosen Wechselwecker aktivieren. Wir erinnern Sie rechtzeitig vor Ablauf der Frist daran, die aktuellen Gaspreise zu prüfen. So verpassen Sie nie den Zeitpunkt für den nächsten günstigen Vertrag.

3. Preisgarantie & CO2-Preis: Genau hinsehen

Beim Gas gibt es eine Besonderheit: den CO2-Preis. Dieser steigt staatlich gewollt jährlich an. Schützt Ihre Preisgarantie davor?

  • Eingeschränkte Preisgarantie: Das ist der Standard. Sie schützt vor Preiserhöhungen des Anbieters und der Netzentgelte. Erhöhungen von Steuern und staatlichen Abgaben (oft auch der CO2-Preis) sind meist ausgenommen und dürfen weitergegeben werden.

  • Vollgarantie: Diese schützt vor allem, ist aber bei Gas aktuell sehr selten oder teuer.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Garantie – egal welche Form – für die vollen 12 Monate gilt, damit Sie sicher durch die Heizperiode kommen.

4. Boni verstehen: Der Hebel für den Effektivpreis

Wie beim Strom gilt auch beim Gas: Die Top-Platzierungen im Vergleich kommen oft durch hohe Einmalzahlungen zustande.

  • Sofortbonus & Neukundenbonus: Diese senken die Kosten im ersten Jahr massiv.

  • Die Falle: Ab dem 13. Monat fallen diese weg. Da Gasrechnungen oft hoch sind, kann der Preissprung im zweiten Jahr schmerzhaft sein.

Spartipp von Tarifeluchs: Nutzen Sie die Boni für das erste Jahr (achten Sie auf den „Effektivpreis“), aber stellen Sie sich darauf ein, nach 12 Monaten wieder aktiv zu werden.

5. Ökogas vs. Biogas: Was steckt drin?

Wer klimafreundlich heizen will, muss beim Gas genau unterscheiden:

  • Klimatarife (Ökogas): Hier erhalten Sie normales Erdgas, aber der Anbieter kompensiert den CO2-Ausstoß durch Zertifikate (z. B. Aufforstungsprojekte). Das ist günstig und besser als nichts.

  • Biogas-Tarife: Hier wird dem Erdgas echtes Biogas (aus Pflanzenresten etc.) beigemischt (oft 5 %, 10 % oder 100 %). Das ist aktiver Umweltschutz, aber meist teurer.

6. Grundpreis vs. Arbeitspreis

Gerade bei Gas ist der Verbrauch oft hoch. Deshalb spielt der Arbeitspreis (Cent pro kWh) hier eine noch größere Rolle als beim Strom.

  • Achten Sie auf den Cent-Preis: Schon ein Unterschied von 1 Cent pro kWh macht bei einem Familienhaus mit 20.000 kWh Verbrauch im Jahr 200 Euro Unterschied aus!

  • Der monatliche Grundpreis ist im Vergleich dazu oft zweitrangig.

Fazit: Ihre Checkliste für den Gastarif

So kommen Sie warm und günstig durch den Winter:

  1. Verbrauch: Schätzen Sie großzügig (Wohnfläche x 160).

  2. Filter: Laufzeit „bis 12 Monate“, „Preisgarantie“ min. 12 Monate.

  3. Bonus: Achten Sie auf den „Effektivpreis“.

  4. Wechselwecker: Aktivieren Sie ihn, um dauerhaft günstig zu heizen.

Ein Wechsel des Gasanbieters läuft übrigens ohne Unterbrechung der Versorgung ab – Sie sitzen zu keinem Zeitpunkt im Kalten.

Mit Tarifeluchs clever sparen!